Herzlich Willkommen Cris Dörig

Cristine Dörig (Cris) ist seit Januar 2026 mit einem Pensum von 40 % als Beraterin für die Chicorée-Vereinigung tätig. Zu ihren Aufgaben zählen der Aufbau, die Betreuung und die Auswertung von Versuchen rund um den Chicorée-Wurzelanbau. Zudem übernimmt sie Beratungen sowie mediale Auftritte der Vereinigung. Weitere Tätigkeiten umfassen die Pflege der Kommunikation und des Informationsflusses innerhalb der Vereinigung sowie die Koordination von Maschinen und Transport im Bereich Chicorée.

 

 

Der berufliche Hintergrund als Staudengärtnerin, Landwirtin und Agronomin mit Vertiefung in Pflanzenwissenschaften hilft bei der Einarbeitung in die Thematik Chicorée. Im vergangenen Jahr war Cristine Dörig im Rahmen eines Praktikums an der Fachstelle Spezialkulturen am Strickhof tätig und konnte dort Erfahrungen im Versuchswesen sammeln. Durch die zusätzliche Anstellung als Anbauberaterin bei GamperChicorée (40 %) wird der Einstieg weiter vertieft. Ergänzend ist sie auf dem Familienbetrieb ihres Bruders tätig und unterstützt dort in der Legehennenhaltung und im Eierhandel.


1. Mitgliederversammlung & Feldbegehung

An der 1. Mitgliederversammlung der Vereinigung Chicorée-Wurzelproduzenten traf man sich bei Patrick Wälchli auf dem Sonnenhof. Nach den statutarischen Geschäften in der trockenen Scheune, folgte eine Begehung im Chicoréefeld. Dabei wurden die Laserjätgeräte der Firmen Launel AG und Caterra vorgestellt.

 

Über 20 Landwirte versammelten sich am Montagvormittag zur 1. Mitgliederversammlung der im Dezember gegründeten Vereinigung Chicorée-Wurzelproduzenten. Vereinspräsident Simon Stiefel leitete die Versammlung zügig und erläuterte die Schwerpunkte des Vorstands für das laufende Jahr. “Wir sind weiterhin auf der Suche nach einer Person für die Beratungsstelle, da ohne diese die Durchführung von Versuchen schwierig ist,” betont Stiefel. In der Zwischenzeit hat der Vorstand eine Umfrage zur gemeinsamen Nutzung von Maschinen gestartet und über einen What’s App Chat informiert Andreas Hämmann über Aktualitäten im Feld.

 

Dämmen, Säen und Schnecken

Hämmann nutzte die Gelegenheit, um über die laufenden Arbeiten zu berichten. “Fast alle Flächen sind gesät und das Dämmen im Frühling verlief aufgrund des guten Wetters ausgezeichnet,” sagt er. Der derzeitige Regen ist zwar vorteilhaft für das Wachstum des Chicorées, lockt aber auch Schnecken aus ihren Verstecken. “Es lohnt sich, die Feldränder regelmässig zu kontrollieren”, so Hämmann. Neben dem Chicorée wächst natürlich auch das Unkraut. Auch hier gilt; wehret den Anfängen. Für die Unkrautbekämpfung stehen verschiedene Methoden zur Verfügung. Neben Handjäten, Abflammen oder Spritzungen kommt in diesem Jahr auf den Chicorée-Feldern erstmals auch die Laserjättechnik zum Einsatz.

 

Selbstfahrend oder traktorgezogen

Nach den offiziellen Geschäften übergab Simon Stiefel an Aurel Neff von Caterra und Marco Keller von Launel AG. “Wir gehen gleich nach draussen, auch wenns nieselt, um uns die Maschine beim Jäten anzusehen”, sagt Marco Keller. Beide Geräte arbeiten mit Bilderkennung und bekämpfen das Unkraut mittels Laser. Die Maschine von Caterra ist selbstfahrend und nutzt Kameras sowie GPS zur Navigation, betrieben wird sie mit einem Akku. Das Lasergerät von Launel hingegen wird mit einem Traktor bewegt, der gleichzeitig die Energie liefert. Wichtig ist, dass beide Systeme zum richtigen Zeitpunkt eingesetzt werden, wenn der Unkrautdruck noch nicht zu hoch ist. Die Landwirte waren sich einig, dass beide Systeme Vor- und Nachteile haben. Die Geräte von Caterra können gemietet werden, die Launel AG bietet einen Lohnservice an. „Ich bin gespannt, wie sich das Feld entwickelt“, sagte Landwirt Patrick Wälchli, der bei der nächsten Mitgliederversammlung darüber berichten wird.